EnEv, EEWärmeG und Biogas

Die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) in ihrer gültigen Fassung setzt für Wohngebäude einen begrenzten Jahres-Primärenergiebedarf fest. Dieser wurde zum 01. Januar 2016 im Vergleich zur EnEV 2014 um 25 Prozent verringert. Dieser Primärenergiebedarf bezieht sich beispielsweise auf das Heizen, Warmwasserbereitung, Lüften oder Kühlen. Ergänzend zur Energieeinsparungsverordnung sieht das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) eine Nutzungspflicht (§ 3 I EEWärmeG) von Erneuerbaren Energien vor. Um die Gesetzesauflagen erfüllen zu können, muss bei Neubauten der Wärme- und Kältebedarf anteilig durch eine Nutzung folgender Energiequellen stattfinden:

  • Geothermie
  • Umweltwärme
  • solare Strahlungsenergie
  • aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse erzeugte Wärme
  • Kälte aus Erneuerbaren Energien

Anstelle von alternativen Heizsystemen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder der „Kompensation“ durch eine zusätzlich verstärkte Wärmedämmung – häufig konstruktiv zu Problemen oder hohen Kosten führt – kann Biogas zur Erfüllung der Nutzungspflicht verwendet werden.

Das Biogas wird – ähnlich wie beim „Ökostrom“- aus dem „normalen“ Versorgungsnetz bezogen.

Über die Verwendung von Biogas bzw. Biomethan zur Erfüllung der EnEV gibt es in der Praxis bisher nur wenige Informationen über die übliche Vorgehensweise. In § 5 Absatz 2 EEWärmeG ist festgelegt, dass durch den Einsatz von Biogas der Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 30 % gedeckt werden muss.

Ob ein Bezug von Biogas für Ihren Neubau auch in Ihrer Region möglich ist und welche Tarife vorhanden sind, sehen Sie  z.B. hier.

Detaillierte Informationen über das „Procedere“ für Neubauten und umfangreiche Sanierungsbauvorhaben von den Anforderungen bis hin zur Erbringung der Nachweise finden Sie in unserem Download-Bereich.

Raumluftkühlung in Gewerbeobjekten und Arbeitsstätten

Der Klimawandel, hochwärmegedämmte Gebäude mit geringen Speichermassen und ständig zunehmende innere thermische Lasten durch technische Ausrüstungen von Büro- und Produktionsflächen bewirken, dass die gemäß Arbeitsstättenrichtlinien vorgeschriebenen Raumtemperaturen von max. 26°C häufig nicht durchgängig eingehalten werden können. Akutelle Rechtsprechungen haben Mietern von Gewerbeflächen die Rechtmäßigkeit von Mietkürzungen bei Überschreiten der zulässigen Raumtemperaturen bestätigt.

Weitere Informationen zu dieser „brisanten“ Thematik folgen in Kürze. Für eine objektbezogene Beratung und Lösungsvorschläge zu diesem Thema stehen wir Ihnen natürlich bereits sofort zur Verfügung…!

Wärmerückgewinnung

Effizienter Umgang mit Energie macht Wärmerückgewinnung für Heizzwecke und Warmwasserbereitung unumgänglich. Wärme kann zurückgewonnen werden aus Abluftströmen von Lüftungssystemen, Kälteerzeugungsanlagen, Abwasser, Produktionseinrichtungen u.v.a.m.
Die nachfolgende neutral gestaltete Übersicht eines Herstellers enthält exemplarisch verständliche Informationen zur Wärmerückgewinnung aus der Fortluft.

Gerne informieren wir Sie über die bei Ihren Projekten bestehenden Möglichkeiten zur Wärmerückgewinnung.

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